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Karim Rekik

Dieses Thema im Forum "Mannschaft & Trainer" wurde erstellt von Der alte Mann am Meer, 16. Juni 2017.

  1. Vorname: Karim
    Nachname: Rekik
    Position: Abwehr
    Rückennummer: 4
    Aktueller Verein:


    HERTHA BSC
    Im Verein seit: 2017 DCc2onsWsAAJgU5.jpg
    Geboren am: 02.12.1994
    Größe: 186
    Gewicht (kg): 79
    Nation:
    [​IMG] Niederlande
    Länderspiele: 1 für Niederlande


    Alles Gute für dich, Karim, bei unserem Publikum wirst du dich bald heimisch fühlen.
     
  2. Karim Rekik – Ein neuer Bulle in Berlin
    16. Juni 2017 2441 Views 1 Comment


    Hertha BSC schlug ein drittes Mal auf dem Transfermarkt zu und sichert sich die Dienste von Karim Rekik. Er soll im Verbund mit anderen Spielern die Lücke von dem nach Wolfsburg abgewanderten John Anthony Brooks schließen. Wir stellen seine Stärken wie Schwächen vor und spekulieren, welche Rolle er in der Mannschaft einnehmen wird.

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    Rekik bringt eine (meist) gesunde Zweikampfführung nach Berlin. (Photo credit should read FRED TANNEAU/AFP/Getty Images)



    Das ewige Talent?


    Mit Karim Rekik verpflichtet Hertha BSC einen Spieler, der den absoluten Experten schon länger ein Begriff sein sollte. Der Holländer mit marokkanischen Wurzeln wechselte 2011 als damals erst 16-Jähriger und frischgebackener U17-Europameister für bemerkenswerte 450.000 € von Feyenoord Rotterdam zu dem neurreichen Manchester City. Mit gerade einmal 17 Jahren wird er das erste Mal verliehen, eine gängige Praxis englischer Top-Teams, ihre Talente in schwächeren Ligen ausbilden zu lassen. Es ging zum damaligen Zweitligsten FC Portsmouth, bei dem er aber nur achtmal zum Einsatz kam. Auch ein Jahr später konnte sich der Youngster nicht bei seiner Leihstation, dieses Mal bei den Blackburn Rovers, durchsetzen und kam sogar nur auf fünf Spiele.

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    (Photo by Robert Meerding/EuroFootball/Getty Images)

    Erst eine Leihe in seine Heimat zu PSV Eindhoven brachte die erhoffte Einsatzzeit und Leistungsexplosion auf Profi-Ebene. Der zu dem Zeitpunkt 18-jährige Rekik wurde für zwei Jahre in Eindhoven geparkt und etablierte sich dort zum absoluten Stammspieler. In seinen beiden Spielzeiten für die „Red and Whites“ kam er auf 69 Pflichtspieleinsätze, in denen er zwei Tore erzielen konnte. Er gewann in der Saison 2014/15 sogar die niederländische Meisterschaft und absolvierte sein erstes A-Länderspiel, konnte aber nicht von PSV fest verpflichtet werden. Stattdessen verkaufte ihn sein Stammverein Manchester City für fünf Millionen Euro direkt an Olympique Marseille weiter. Somit verließ Karim Rekik England nach genauso vielen Leihstationen wie Profi-Einsätzen für die „Citizens“, nämlich drei.

    Seine erste Saison beim neunfachen französischen Meister verlief recht ordentlich. Zwar konnte „L’OM“ nur den 13. Platz in der Ligue 1 belegen, erreichte aber immerhin das Finale des Französischen Pokals (0:2-Niederlage gegen PSG, Rekik spielte 90 Minuten). Rekik kam auf 24 Liga-Einsätze, bei denen er nur ein einziges Mal von der Bank eingewechselt wurde. Zudem sammelte er wichtige Europa-League-Erfahrung, er stand in fünf Partien seiner Mannschaft als Startelfspieler auf dem Feld.

    Die abgelaufene Saison gestaltete sich wiederum nicht allzu gut für den Innenverteidiger. Trainer Rudi Garcia stellte Rekik aufgrund von personellen Problemen in den ersten vier Spieltagen immer wieder als Linksverteidiger auf, um ihn danach mehrere Spiele lang auf die Bank zu setzen. Rekik rotierte daraufhin den Großteil der Saison zwischen Bank und Startelf, konnte seinen Rhythmus kaum finden, auch weil Marseille seine Stamm-Viererkette lange nicht finden konnte. Als diese endlich stand, fand Rekik nicht mehr statt; er absolvierte am 20. Spieltag gegen den AS Monaco (als Linksverteidiger) sein letztes Spiel für Olympique Marseille, er brachte es danach auf keine einzige weitere Minute.

    Die Zeichen standen somit schon seit einigen Monaten auf Abschied. Nun möchte er sich mit 22 Jahren in Berlin neu beweisen.



    Seine Stärken und Schwächen


    Doch welchen Spielertypen hat sich Hertha BSC mit Rekik geholt? Wir haben mit einem Marseille-Experten gesprochen, um seine Attribute besser einschätzen zu können.

    Unsere Überschrift ist nicht grundlos gewählt, Karim Rekik zeichnet sich nämlich durch einen kompromisslosen Zweikampfstil und seinen unglaublich robusten Körper aus. Er ist zwar „nur“ 1,86m groß, gefühlt aber genauso breit. Er wirkt maximal austrainiert und ist für einen Innenverteidiger ziemlich schnell (ähnlich wie Brooks und Torunarigha), so wurde er in der Vergangenheit nicht ohne Grund auch als Linksverteidiger eingesetzt. Hertha erhält also einen Spieler mit großartigen körperlichen Voraussetzungen.

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    (Photo by Miguel Riopa/EuroFootball/Getty Images)

    In Marseille soll er arg unter den ständigen Positionswechseln und Rotationen der Abwehr gelitten haben. So offenbarte er einige Konzentrationsschwächen und teilweise schwaches Stellungsspiel. Dies war in seiner Zeit bei PSV nicht so, beispielsweise verzeichnete er bei Eindhoven doppelt so viele Blocks pro Spiel wie bei Marseille. Angeblich soll er mit dem Spielstil der Ligue 1 weniger gut zurechtgekommen sein, da in Frankreich die Spielkultur sehr auf der taktischen Arbeit der Defensive beruht. Etwas, das sowohl bei PSV, als auch bei „L’OM“ sehr gut klappte, war sein Passspiel: 2014/15 brachte er 88% und 2015/16 sogar 91,3% seiner Zuspiele zum Mannschaftkameraden. jeweils exzellente Quoten. Auch seine langen Bälle sollen große Qualität besitzen, somit passt er gut in Herthas Aufbauspiel, das sehr von den Innenverteidigern abhängig ist.

    Das Hauptaugenmerk in seinem Spiel ist aber seine Zweikampfführung. Rekik operiert mit knallharten Tacklings, bleibt jedoch meistens im Rahmen des erlaubten. Er scheint ein unglaublich robuster und aggressiver Verteidiger zu sein, dessen leidenschaftliche Tackels entweder hervorragend oder völlig ungehobelt/ungestüm sind. Er rauscht meistens mit viel Tempo in den Gegenspieler und schafft es somit entweder einen blitzschnellen und sauberen Ballgewinn zu erzielen, oder er provoziert ein unnötiges Foul. Dass meistens ersteres der Fall ist, belegt seine Karten-Historie: In 139 Profi-Spielen kassierte er 22 gelbe, eine rote und keine einzige gelb-rote Karte. Zum Vergleich: John Anthony Brooks sammelte in 131 Einsätzen 19 gelbe Karten und keinen Platzverweis, Sebastian Langkamp in 105 (für Hertha BSC) 26 Verwarnungen und einen gelb-rot-Platzverweis.

    Rekiks Verhalten in Zweikämpfen könnte zudem in das neue Konzept von Dardai hineinspielen, der vermehrt auf Umschaltmomente setzen will. Stoppt er Angreifer in seinem Stil, kann meist sofort in den Angriff gewechselt werden, da er nach vorne verteidigt und den Gegenspieler nicht ins Seitenaus drängen o.ä. will. Dazu passt auch sein sehr solides Passspiel. Dass diese Art von Duellen einfach Rekiks Stil ist, lässt auch dieses „Highlight“-Video seines Könnens erkennen, denn selbst in solch einem Zusammenschnitt kriegt man zu sehen, wie intensiv er in diese hineinspringt:










    Das Duell mit Torunarigha


    Die Verpflichtung von Karim Rekik sagt viel über das aktuelle Konzept von Hertha BSC aus. Der Verein setzt wie schon beim Selke-Transfer konsequent auf einen jungen entwicklungsfähigen Neuzugang, der für einen gesunden Konkurrenzkampf sorgen soll und auch wenn Brooks erst 24 Jahre alt ist, stellt Rekik mit 22 Jahren eine Verjüngung auf der Position des Innenverteidigers dar.

    Des Weiteren ist angenehm zu sehen, dass dem Eigengewächs Jordan Torunarigha kein Millionen-Mann vor die Nase gesetzt wird, der ihn und seine Entwicklung ausbremsen würde. Rekik und Torunarigha (19) werden sich, da der holländische U21-Nationalspieler sich erst an Land, Liga und Mannschaft gewöhnen muss, einen fairen Zweikampf um die Nachfolge von John Brooks liefern. Außerdem wird es durch die Europa League und der damit einhergehenden Dreifachbelastung genügend Möglichkeiten geben, beiden Defensivspieler Einsatzzeiten zu schenken.

    Karim Rekik ist ein sehr cleverer Transfer! Durch seine Durststrecke in der vergangenen Saison war er verhältnismäßig billig zu haben und dennoch steckt viel Potenzial in ihm. Mit Pal Dardai bekommt er einen Trainer, der bis jetzt nahezu jeden jungen Spieler auf die nächste Stufe heben konnte und ihnen Freiheiten gibt, auch einmal Fehler machen zu können. Sollte Rekik voll einschlagen, wird er ein Schnäppchen gewesen sein und wenn nicht, wird Torunarigha die Chance bekommen, sich vollends zu beweisen. Zudem geht Hertha finanziell kein allzu hohes Risiko ein.

    Fazit: Wir freuen uns sehr auf Rekik und honorieren das immer wieder erkennbare Konzept von Michael Preetz und Pal Dardai!
     
    ede und Cinnamon gefällt das.

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